Belgien, insbesondere die Hauptstadt Brüssel, ist in aller Munde und das nicht nur wegen delikater Schokolade und gutem Bier. Brüssel ist bekannt als Hauptsitz der Europäischen Union. “Die Stadt muss man gesehen haben”, dachte sich unser Bundesbruder (Bbr.) Dino und organisierte für insgesamt neun Mercuren die Reise vom 13.-17. April.

Das Europäische Parlament in Brüssel
Rat der Europäischen Union, Europäisches Parlament, Ständige Vertretung Österreichs
Im Rat der Europäischen Union sprachen wir über Themen wie etwa das ambitionierte Wirtschaftsprogramm der EU namens “Europa 2020“, Finanzierung und die aufstrebende Supermacht China. Auch für Diskussionsrunden und Fragen gab es ausreichend Zeit. Bbr. Schotte interessierte sich zum Beispiel besonders für Fragen der Biotechnologie – verständlich, ist er doch “Bachelor of Science with Honours in Genetics”.
Fixtermin war natürlich auch ein Besuch des Europäischen Parlaments, wo wir Julia Kriz trafen, die sympathische Assistentin von Othmar Karas. Unter anderem erzählte sie vom mühseligen Pendeln zwischen Straßburg und Brüssel. Bbr. Dino konnte ihren Vortrag mit interessanten Details ergänzen, er war ebenfalls Assistent bei einem Europaabgeordneten.
Einen besonders interessant Vortrag hörten wir von Cartellbruder Incognito, der für “Die Ständige Vertretung Österreichs bei der EU” arbeitet. Anschaulich erklärte er, wie das juristische Prozedere einer europäischen Gesetzesinitiative funktioniert. Aus österreichischer Sicht muss man etwa besonders aufpassen, wenn von Förderung “CO2-armer” Energieproduktion gesprochen wird, weil das auch Atomkraft miteinschließen kann. Die Österreicher wollen das natürlich nicht und haben deswegen den Passus von “sicherer und nachhaltiger” Energieproduktion in den Gesetzestext hinein reklamiert.

v.l.: Bbr. Simba, belgischer Couleurstudent, Bbr. Schotte
Nach der Arbeit kommt der Spaß
Während dem couleurstudentischen Prinzip “Wissenschaft” der Tag gehörte, gehörte dem Prinzip “Freundschaft” die Abende. Das fällt in Brüssel leicht, denn direkt am Platz vor dem EU-Parlament treffen sich Mitarbeiter aller Länder um nach der Arbeit gemeinsam zu feiern. Die europäischen Institutionen scheinen eine einzige große Familie zu sein. So traf Bbr. Dino eine Unmenge alter Bekannter und auch Bbr. Perikles erinnerte sich gerne an seine Zeit als Praktikant zurück. „Brüssel, das ist Erasmus für Erwachsene“ – damit brachten die beiden die Sache auf den Punkt. Auch manche unserer korporierten Vortragenden trafen wir am Abend wieder, eine gute Gelegenheit persönlich ins Gespräch zu kommen. Kein Wunder, dass wir am letzten Tag vor der Abreise schon an Schlafmangel litten, trotzdem machten wir noch einen Ausflug nach Gent.
Besichtigung von Gent
Denn Belgien beherbergt nicht nur wichtige EU-Institutionen, sondern bietet auch reizvolle Städte wie Gent. Eines der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die mächtige St. Bavo-Kathedrale mit dem berühmten „Genter Altar“, welcher die Anbetung des Gotteslammes darstellt. Danach besichtigten wir Gravensteen, eine der größten Wasserburgen Europas und natürlich kauften wir auch massig Schokolade ein. Die Reise kann man zusammenfassen als ein großes mercurisches Überraschungsei: „Spiel, Spaß und Spannung“ wurde geboten.

Wasserburg Gravensteen